Was der Kunde im Checkout sieht
Der Kunde öffnet seinen persönlichen Kunden-Link (/c/…) auf deiner Checkout-Domain, mit deinem Logo und deiner Akzentfarbe. Der Checkout besteht aus diesen Bereichen:
- Dein Angebot: Produktname, Tagline, Beschreibung und Leistungsumfang bzw. Feature-Bullets aus deinem Produkt.
- Bonusvereinbarungen (optional): die Zusatzvereinbarungen, die dein Closer für diesen Auftrag angehängt hat, siehe unten.
- Zahlungs-Teaser (optional): zwei Karten "Starte kostenfrei" und "Investition entspannt aufteilen" mit den echten PayPal- und Klarna-Logos. Sie erscheinen nur, wenn dein Closer den Teaser für diesen Auftrag aktiviert hat, und stimmen den Kunden auf eine Aufteilung ein.
- Der Abschluss: entweder das sticky Angebots-Band ganz oben oder das Unterschriftenfeld, je nach Produkt-Einstellung. Beide Wege stehen im nächsten Abschnitt.
- "Ich bestelle als": ganz unten als letzte Karte die Zusammenfassung mit Name, E-Mail und Rechnungsadresse des Kunden (aus dem Auftrag), dem Produkt und dem Vertragspreis mit MwSt.-Hinweis.
Sobald der Kunde den Link öffnet, springt der Auftrag auf "Geöffnet" und dein Closer sieht das live in der Closer-Maske. Ein bereits unterschriebener oder bezahlter Auftrag leitet beim erneuten Öffnen direkt auf die Danke-Seite weiter, der Kunde sieht den Vertrag also nie doppelt.
Zwei Abschlusswege: Angebots-Band oder Unterschrift
Im Produkt-Editor entscheidest du pro Produkt mit der Checkbox"Unterschrift verlangen", wie der Kunde verbindlich abschließt. Zusätzlich kann jeder Preispunktdiese Einstellung überschreiben ("Annahme des Angebots" im Preis-Editor) — so kann z.B. der Einstiegspreis mit Banner-Akzeptieren laufen und der High-Ticket- Preis mit Unterschrift. Der Override wird beim Anlegen des Auftrags fest übernommen. Beide Wege erzeugen ein Vertrags-PDF und beide dokumentieren Zeitstempel und IP-Adresse.
| Einstellung | So schließt der Kunde ab |
|---|---|
| Unterschrift verlangen: aus | Ganz oben klebt ein Angebots-Band ("Überprüfe dein Angebot") mit einer kombinierten Checkbox und dem Button"Akzeptieren". Der Button bleibt gesperrt, bis die Checkbox gesetzt ist. Es gibt kein Unterschriftenfeld, das PDF weist die Annahme als "Digitale Annahme" ohne Unterschrift-Bild aus. |
| Unterschrift verlangen: an | Kein Angebots-Band. Stattdessen steht unten das Unterschriftenfeld. DieUnterschrift selbst ist die Zustimmung, deshalb gibt es hier bewusst keine zusätzliche Checkbox. Der Zustimmungstext steht direkt unter dem Feld. |
Bei Finanzierungs-Aufträgen erzwingt CloserCart immer die Unterschrift, unabhängig von der Produkt-Einstellung.
Die B2B-Bestätigung und der Widerrufsverzicht
CloserCart ist für den Verkauf an Unternehmer gebaut. In beiden Abschlusswegen bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer, Selbstständiger oder Freiberufler bestellt und die Bestellung für seine gewerbliche oder selbstständige berufliche Tätigkeit vornimmt. Im selben Satz akzeptiert er deine AGB und deine Widerrufsbelehrung, beide öffnen sich als Pop-up, ohne dass er den Checkout verlässt. Die Texte kommen aus deinen Rechtstexten unter Einstellungen, "Rechtliches".
Mit dem Abschluss wird zusätzlich der Widerrufsverzicht nach § 356 Abs. 5 BGB dokumentiert: Der Kunde verlangt die Ausführung der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist, sein Widerrufsrecht erlischt mit vollständiger Vertragserfüllung. Beide Bestätigungen werden gespeichert, landen im Vertrags-PDF und stehen als Bestätigungen auf dem Echtheitszertifikat.
CloserCart liefert den technischen Prozess und die Dokumentation. Für die rechtliche Ausgestaltung deiner AGB und Widerrufsbelehrung bist du verantwortlich, lass beides anwaltlich prüfen.
FernUSG, ZFU-Zulassung und geprüfte Vorlagen
Das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) beschäftigt die Coaching- und Beratungsbranche derzeit stark. Gerichte haben in mehreren Verfahren Coaching-Verträge für nichtig erklärt, wenn ein Angebot als zulassungspflichtiger Fernunterricht eingestuft wurde und die nötige ZFU-Zulassung fehlte. Folge: Der Kunde konnte bereits gezahltes Geld zurückverlangen. Ob das FernUSG auf dein konkretes Angebot anwendbar ist, hängt vom Einzelfall ab (unter anderem von Lehrplan, räumlicher Trennung und Lernerfolgskontrolle).
CloserCart unterstützt dich an genau diesem Punkt auf zwei Ebenen:
- Beweisfeste Dokumentation: digitale Unterschrift, Zeitstempel, IP-Adresse, Bestellnummer, B2B-Bestätigung und dokumentierter Widerrufsverzicht landen alle im Vertrags-PDF. Das ist die Beweislage, auf die es im Streitfall ankommt. Details unter Echtheitszertifikat und Audit-Trail.
- Geprüfte Vertragsvorlagen: CloserCart stellt Vertragsvorlagen bereit, die sich an der aktuellen Rechtsprechung zum FernUSG orientieren. Du hinterlegst deine Rechtstexte (AGB, Widerrufsbelehrung, Vertragsgrundlage) unter Einstellungen, "Rechtliches"; von dort fließen sie automatisch in Checkout und Vertrags-PDF ein.
CloserCart stellt Vorlagen und die technische Dokumentation bereit, leistet aber keine Rechtsberatung und übernimmt keine Haftung. Es handelt sich um Vorlagen, und Gerichte entscheiden immer im Einzelfall. Ob dein Angebot unter das FernUSG fällt und ob eine ZFU-Zulassung nötig ist, lass verbindlich anwaltlich prüfen.
Die digitale Unterschrift
- Name in Druckbuchstaben:Das Feld ist mit dem Kundennamen vorausgefüllt und kann korrigiert werden.
- Unterschreiben, per Tippen oder Zeichnen:Das Unterschriftenfeld hat zwei Modi. Vorausgewählt ist "Tippen": Der Kunde tippt seinen Namen und wählt eine von drei Signatur-Schriftarten. Im Modus "Zeichnen" unterschreibt er mit Maus, Trackpad oder Finger. Für beide Modi stehen drei Tintenfarben bereit (Schwarz, Blau, Rot), Standard ist Blau. Ein Ausrutscher lässt sich mit "Rückgängig" oder "Unterschrift löschen" korrigieren.
- Akzeptieren:Mit dem Klick auf "Akzeptieren" gibt der Kunde seine verbindliche Bestellung ab. Der Zustimmungstext mit B2B-Bestätigung, AGB und Widerrufsbelehrung steht direkt über dem Button.
Zur Dokumentation des Vertragsschlusses speichert CloserCart denZeitstempel und die IP-Adresse des Kunden. Darauf wird der Kunde im Checkout ausdrücklich hingewiesen. Nach der Unterschrift ist der Vertragspreis des Auftrags technisch unveränderlich, auch nachträgliche Änderungen an Kundendaten des Auftrags sind gesperrt.
Bonusvereinbarungen: Klauseln für genau diesen Auftrag
Manchmal handelt ein Closer im Call etwas aus, das nicht im Standard-Angebot steht: eine Ratenvereinbarung, eine verlängerte Garantie, ein zusätzlicher Bonus. Genau dafür gibt es Vertragsklauseln. Sie sind Textbausteine aus Titel und Vertragstext und werden Teil des Hauptvertrags.
- Vorlagen anlegen: Unter Einstellungen, Tab "Vertragsklauseln" pflegst du firmenweit wiederverwendbare Klauseln (Titel und Text) und schaltest sie aktiv oder inaktiv.
- Live anhängen: In der Closer-Maskeklappt der Closer den Bereich "Zusatzvereinbarungen" auf und schaltet Vorlagen per Klick an oder aus. Er kann auch eine freie Klausel nur für diesen Auftrag tippen oder eine angehängte Klausel nachbearbeiten. Die globale Vorlage bleibt davon unberührt.
- Was der Kunde sieht: Im Checkout erscheinen die Klauseln als Karte "Bonusvereinbarungen", jede aufklappbar. Die Liste aktualisiert sich in Echtzeit, der Kunde muss die Seite nicht neu laden.
- Im Vertrag: Nach dem Abschluss stehen die Klauseln im Vertrags-PDF auf eigenen Seiten unter der Überschrift"Zusatzvereinbarungen". Das Echtheitszertifikat zählt sie mit.
- Gesperrt ab Abschluss: Sobald unterschrieben (oder bezahlt) ist, lässt sich die Liste nicht mehr ändern.
Eine Bonusvereinbarung ist eine Klausel innerhalb des Hauptvertrags, sie bekommt keine eigene Referenz-Nummer und kein eigenes PDF. Ein Zusatzvertrag ist ein eigenständiges Dokument mit eigenem PDF, eigener Referenz-Nummer und eigenem Echtheitszertifikat. Faustregel: Sonderabsprache zum Deal, dann Klausel. Eigenständiges Regelwerk wie AGB oder Widerrufsbelehrung, dann Zusatzvertrag.
Zusatzverträge: mehrere Dokumente mit einer Unterschrift
Neben dem Hauptvertrag kannst du beliebig viele Zusatzverträgemit derselben Unterschrift mit unterzeichnen lassen, zum Beispiel deine AGB oder die Widerrufsbelehrung als eigenständiges, signiertes Dokument. So funktioniert es:
- Anlegen: Unter Einstellungen, Tab "Verträge" legst du Zusatzverträge an (Titel und Vertragstext). Mit "Aus AGB übernehmen" bzw. "Aus Widerrufsbelehrung übernehmen" kopierst du deinen hinterlegten Rechtstext als Startinhalt. Das ist eine Kopie, spätere Änderungen am Rechtstext ändern den Zusatzvertrag nicht.
- Zuordnen: Ein Zusatzvertrag mit "Standard für alle Produkte" gilt automatisch für jedes Produkt, auch für künftige. Pro Produkt kannst du einzelne Zusatzverträge gezielt an- oder abschalten (Produkt-Editor, Karte "Zusatzverträge").
- Pro Auftrag steuern: Beim Anlegen eines Auftrags wird die Vertragsliste eingefroren. Der Closer kann sie in der Closer-Maske bis zur Unterschrift live an- und abschalten, der Kunde sieht die Liste sofort.
- Im Checkout: Am Unterschriftenfeld sieht der Kunde die Liste "Mit deiner Unterschrift unterzeichnest du folgende Dokumente" und kann jedes Dokument vor der Unterschrift im Popup vollständig lesen, ohne die Seite zu verlassen.
- Nach der Unterschrift: Jeder Zusatzvertrag wird alseigenes PDF mit eigener Referenz-Nummer, eigenem Echtheitszertifikat, Zeitstempel, IP-Adresse und QR-Code erzeugt. Hauptvertrag und Zusatzverträge verweisen gegenseitig auf ihre Referenz-Nummern und sind so beweisbar Teil desselben Signaturvorgangs.
Zusatzverträge gibt es nur im Signatur-Flow: Produkte ohne Unterschrift-Pflicht (reine Banner-Annahme) unterzeichnen keine Zusatzdokumente.
Das Vertrags-PDF
Direkt nach dem Abschluss erzeugt CloserCart automatisch das Vertrags-PDF. Es hat diesen Aufbau:
| Seite | Inhalt |
|---|---|
| Seite 1 | Der Vertrag: Vertragsparteien (deine Firmendaten aus "Rechtliches" und der Kunde), Bestellung und Vertragsgegenstand, dazu die digitale Annahme mit eingebettetem Unterschrift-Bild, Name in Druckbuchstaben, Zeitstempel, IP-Adresse und Bestellnummer sowie der Hinweis auf den Widerrufsverzicht nach § 356 Abs. 5 BGB. Gibt es mitsignierte Zusatzverträge, stehen ihre Titel und Referenz-Nummern hier als Querverweis. |
| Seite 2 | Der Leistungsumfang aus deinem Produkt (die Blöcke aus dem Produkt-Editor). Bei sehr langem Leistungsumfang können es auch mehrere Seiten werden. |
| Seite 3 | Ein Zahlungsbeleg mit Aussteller, Empfänger, Leistung und Betrag, inklusive des Hinweises, dass der Beleg keine Rechnung im Sinne des UStG ist. Deine Rechnung stellst du wie gewohnt über deine Buchhaltung. Sind bereits Teilzahlungen erfasst, stehen sie hier aufgeschlüsselt. |
| Seite 4 | Das Echtheitszertifikat: Referenz-Nummer, Unterzeichner, Bestätigungen, Unterschrift-Bild, der protokollierte Audit-Trail mit Zeitstempeln und ein QR-Code auf das Original-PDF. |
Hat der Auftrag Bonusvereinbarungen, schiebt sich dafür eine Seite "Zusatzvereinbarungen" zwischen Vertrag und Leistungsumfang. Die Seitenzählung in der Kopfzeile ("Seite X von N") passt sich automatisch an. Zusatzverträge sind keine Seiten dieses PDFs, sondern jeweils ein eigenes PDF mit eigenem Echtheitszertifikat.
Wo die PDFs liegen
- Die PDFs und das Unterschrift-Bild liegen in einem privaten, nicht öffentlich zugänglichen Speicher. Es gibt keine öffentliche URL, der Zugriff läuft ausschließlich über Download-Links auf deiner eigenen Checkout-Domain.
- In der App öffnest du alle Dokumente jederzeit auf derAuftragsseite (Bereich "Vertrag", Button "Vertrags-PDF öffnen", darunter je ein Download pro Zusatzvertrag mit seiner Referenz-Nummer). Dort steht auch, wer wann unterschrieben hat.
Direkt nach dem Abschluss schickt CloserCart dem Kunden eineBestätigungs-E-Mail mit dem Vertrags-PDF und je einem Download-Link pro mitsigniertem Zusatzvertrag. Parallel geht eine Benachrichtigung an alle Owner der Firma. Der Mail-Versand ist best-effort: Klemmt der Zustellweg, wird der Abschluss trotzdem nie blockiert, und die Dokumente stehen dauerhaft auf der Auftragsseite bereit. Mit einer eigenen Absender-Adresse kommt die Mail von deiner Domain statt von CloserCart.
Nach dem Abschluss: die Danke-Seite
Nach dem Abschluss landet der Kunde auf der Danke-Seite. Dort sieht er die Bestätigung seiner Bestellung (Produkt, Vertragspreis, Bestellnummer, Datum) und denLive-Zahlungs-Block: die Zahlungsoption, die dein Closer in der Closer-Maske gesetzt hat. Wechselt der Closer den Block, aktualisiert sich die Seite in Echtzeit. Sobald eine Stripe-Zahlung bestätigt ist, zeigt die Seite "Zahlung erhalten". Wie die Zahlungserkennung genau funktioniert, steht unter Zahlungsanbieter einrichten.
Nach der Zahlung wird aus der Danke-Seite der Beleg: die Bestätigungs-Karte ganz oben (mit dem Button zu deiner individuellen Danke-Seite, falls du eine hinterlegt hast), darunter die Zahlungsaufschlüsselung und die Bestelldaten. Die unterschriebenen Dokumente drängen sich dabei nicht mehr in den Vordergrund: Sie liegen dezent in der Karte "Fragen?" und klappen über"Unterschriebene Dokumente anzeigen" auf, mit je einem PDF-Download für den Hauptvertrag und jeden Zusatzvertrag.
Ab dem Zahlungseingang zeigt die Danke-Seite 48 Stunden lang den vollen Beleg mit Bestelldaten, Zahlungsaufschlüsselung und den PDF-Downloads. Danach bleibt beim erneuten Aufruf nur noch "Diese Bestellung wurde bereits bezahlt.", ohne Beträge und ohne Downloads. Das ist Absicht: Ein Link, den jemand Beliebiges öffnen könnte, soll nicht dauerhaft Vertragspreise ausplaudern. Nur der Button zur individuellen Danke-Seite bleibt dauerhaft sichtbar. Dauerhaften Zugriff auf die Dokumente hat der Kunde über seine Bestätigungs-E-Mail, du über die Auftrags-Detailansicht in der App.
Wenn das Angebot abgelaufen ist
Ein Kunden-Link ist 48 Stunden gültig. Öffnet der Kunde ihn später, ohne dass er unterschrieben oder bezahlt hat, sieht er eine neutrale Seite: "Dieses Angebot ist abgelaufen." mit dem Hinweis, sich an seinen Ansprechpartner zu wenden. Keine Preise, keine App-Links, kein Kauf zum alten Preis Wochen später. Du reaktivierst den Link mit einem Klick auf der Auftragsseite, siehe Erste Schritte. Signierte und bezahlte Aufträge laufen nie ab.