Wer sieht was
Jeder Closer hat in der Seitenleiste den Punkt Provisionen und sieht dort ausschließlich seine eigenen Provisionen: was in diesem Monat zusammenkommt, was fällig ist und was schon ausgezahlt wurde. Andere Closer oder Team-Zahlen sieht er nicht.
Du als Owner verwaltest alles im Tab Team: dort legst du die Provisionssätze fest, siehst die fälligen Beträge pro Closer und verbuchst die Auszahlungen.
Provisionssatz festlegen
Den Satz setzt du pro Closer unter Team: Closer auswählen, dann Provisionssatz als Prozentsatz eintragen. Basis der Provision ist der Netto-Anteil (ohne USt) jeder tatsächlich eingegangenen Zahlung eines Auftrags, den dieser Closer angelegt hat. Es zählt also nur echtes, eingesammeltes Geld, nicht der Vertragswert bei der Unterschrift.
Beim Ändern des Satzes kannst du ihn optional auf noch offene Provisionen anwenden. Zusätzlich gibt es den ButtonBisherige Zahlungen rückwirkend verprovisionieren, der alle bestehenden Zahlungen ohne Provision mit dem aktuellen Satz nachträgt (Backfill). Bereits ausgezahlte Zeiträume ändern sich nie.
Was ist ein Setter
Ein Appointment-Setter ist die zweite Team-Rolle neben dem Closer: Er legt die Termine, der Closer schließt ab. Setter-Accounts sindreine Reporting-Accounts: Ein Setter sieht ausschließlich seine eigenen Provisionen und Auszahlungen, kann aber keine Aufträge anlegen und sieht keine anderen Firmendaten. Der erste Setter ist in jedem Plan inklusive, jeder weitere kostet 9 € pro Monat (Closer: 49 €).
Ein Account kann auch beide Rollen gleichzeitig haben: Ein Closer, der zusätzlich Termine setzt, bekommt beide Provisionssätze und sieht beide Provisionsarten in einer gemeinsamen Übersicht, sauber nach Rolle gekennzeichnet. Setzt er den Termin für seinen eigenen Abschluss, bekommt er beides addiert: bei 5 % Setting und 10 % Closing also 15 % der Netto-Zahlung, als zwei getrennte Positionen, aber in einer Auszahlung. Kostenlos: Eine Doppelrolle belegt nur den Closer-Platz, die Setter-Rolle kostet nichts extra. Nur reine Setter-Accounts zählen als Setter-Platz.
Setter einladen und Satz setzen
Unter Einstellungen → Team wählst du beim Einladen die Rolle: Closer, Setter oderCloser + Setter. Über Rolle ändern passt du sie später jederzeit an. Den Provisionssatz als Settersetzt du wie beim Closer im Team-Tab in den Einstellungen des Mitglieds, bei Dual-Rollen gibt es zwei getrennte Sätze.
Auftrag einem Setter zuordnen
Beim Anlegen eines Auftrags wählt der Closer im FeldSetter optional aus, wer den Termin gesetzt hat. Auch nachträglich lässt sich der Setter auf der Auftragsseite ändern, der Closer auf eigenen Aufträgen, du als Owner überall. Wird ein Setter nachträglich zugeordnet, verprovisioniert CloserCart automatisch auch die bereits eingegangenen Zahlungen des Auftrags in ihren ursprünglichen Zeiträumen. Offene Provisionen eines vorherigen Setters werden beim Wechsel storniert, bereits ausgezahlte bleiben unangetastet. Jede Änderung steht im Auftragsverlauf.
Provisions-Boni pro Auftrag
Unter Einstellungen → Team → Provisions-Boni legst du Bonus-Vorlagen an, zum Beispiel Speed-to-Lead +1 % für Setter oder einen festen Show-up-Bonus. Zwei Formen sind möglich: Ein Prozent-Aufschlag erhöht den Provisionssatz nur für diesen Auftrag (aus 5 % werden mit +1 % Bonus 6 %). Einfester Betrag wird einmalig pro Auftrag fällig, sobald der Auftrag echtes Geld eingesammelt hat.
Zugewiesen werden Boni auf der Auftragsseite in der KarteProvisions-Boni, per Vorlage oder als individueller Bonus, jeweils für den Closer oder den Setter des Auftrags. Nur du als Owner kannst Boni vergeben. In der Zahlungsliste und auf der Abrechnung erscheinen Boni transparent als eigene Positionen.
Bonus und Fixum
Neben der Umsatz-Provision kannst du pro Teammitglied im Einstellungen-Tab zusätzliche Vergütungen anlegen. Ein Mitglied kannmehrere Fixums haben, jedes mit eigenemBetreff (z. B. „Auto-Pauschale“ und „Bürozuschuss“). Jedes Fixum wird automatisch am Monatsanfang als eigene Position mit genau diesem Betreff im Provisions-Verlauf angelegt und mit der normalen Provision fällig und ausgezahlt. Entfernst du ein Fixum, stoppt es für künftige Monate und die noch offene Position des laufenden Monats wird storniert; bereits fällige oder ausgezahlte Monate bleiben unverändert. Ein einmaliger Bonus (z. B. für einen Rekordmonat) landet mit Betrag und Anlass im laufenden Zeitraum und ist ab dem 1. des Folgemonats fällig. Beide erscheinen beim Teammitglied in der Zahlungsliste als Bonus-Positionen und stehen auch auf der Provisionsabrechnung.
Zeiträume und Fälligkeit
Provisionen werden pro Kalendermonat abgerechnet. Zahlungen aus einem Monat sind ab dem 1. des Folgemonats fällig: alles, was im Juni eingegangen ist, ist ab dem 1. Juli fällig. Der laufende Monat ist immervorläufig, weil noch Zahlungen dazukommen oder zurückgezogen werden können.
Die Provisionsseite des Closers
Unter Provisionen sieht der Closer seine aktuelle Monats-Provision, inklusive des Anteils aus Raten und Daueraufträgen (Provisions-MRR). Darunter liegt die Zahlungsliste je Zeitraum: jede verprovisionierte Zahlung mit Auftrag, Kunde und Betrag. Dazu kommt die Auszahlungs-Historie mit allen bereits erhaltenen Auszahlungen.
Mit dem Button Abrechnung erstellen erzeugt der Closer ein PDF über den fälligen Zeitraum. Hinterlegt er seine Abrechnungsdaten (Name, Anschrift, ggf. USt-ID und IBAN), wird daraus eine formale Rechnung an deine Firma. Kleinunternehmer nach § 19 UStG werden dabei berücksichtigt: die Rechnung weist dann keine Umsatzsteuer aus und trägt den Pflichthinweis.
Rückerstattungen und Disputes
Wird eine Zahlung voll zurückerstattet oder geht einDispute verloren, zieht CloserCart die Provision dieser Zahlung automatisch zurück. War die Provision noch nicht ausgezahlt, verschwindet sie einfach aus dem offenen Zeitraum. War sie schon ausgezahlt, erscheint eine Negativposition im aktuellen Zeitraum, die sich mit der nächsten Abrechnung verrechnet.
Solange ein Disput oder eine Fallanfrage beim Zahlungsanbieternoch offen ist, wird die Provision dieser Zahlungzurückgestellt: Sie erscheint auf keiner Abrechnung, zählt nicht als fällig und wird nicht ausgezahlt. Wird der Fall zugunsten des Verkäufers entschieden, kommt die Position automatisch zurück in den offenen Zeitraum. Geht der Fall verloren, greift wie oben beschrieben die automatische Rückrechnung.
Im Team-Tab siehst du dabei vier getrennte Kennzahlen pro Closer: Disputes (Zahlungs-Disputes bei Stripe, PayPal und Co.), Ausfälle (die erste Zahlung ist eingegangen, aber die Folgeraten blieben aus und das Mahnwesen läuft),Rechtsfälle und Stornoanfragen.
Jede Kennzahl lässt sich aufschlüsseln. Öffne im Team-Tab einen Closer und klicke unter Performance im Zeitraum auf eine Zahl: Darunter erscheint, wie sich der Wert zusammensetzt, mit der Rechenformel in Klartext, den Zwischensummen und der Liste der einzelnen Aufträge oder Zahlungen samt Link zum Auftrag und CSV-Export. BeiDisputes zählt die Kachel die Abschlüsse aus dem gewählten Zeitraum, bei denen der Kunde einen Dispute eröffnet hat. Es zählt das Datum des Abschlusses, nicht das Datum des Disputes; so passt die Zahl zur Quote und zu den Zahlungen, die on hold sind. Disputes, die im Zeitraum auf ältere Abschlüsse eingegangen sind, stehen getrennt darunter. Du siehst pro Auftrag den Kunden, den Status, den strittigen Betrag und alle Zahlungen des Auftrags; die vom Dispute betroffene Zahlung ist markiert. Ein Auftrag kann mehrere Fälle haben, etwa wenn der Kunde zwei Zahlungen einzeln anficht. Lässt sich ein Fall keiner Zahlung eindeutig zuordnen (zum Beispiel bei einem Teilbetrag), steht das ausdrücklich dabei. Die Collect-Quote zeigt pro Auftrag Brutto-Ziel, Eingang und offenen Rest. Ein weiterer Klick auf dieselbe Zahl schließt die Aufschlüsselung wieder.
Im Verlauf zeigt jeder Monatsbalken die gesamte Provision des Monats. Ist ein Teil davon wegen eines offenen Disputes zurückgestellt, erscheint dieser Anteil farbig am oberen Balkenende (für dich als Ownerrot, für den Closer in seiner eigenen Ansichtgrau); der Tooltip nennt den Betrag, der on hold ist, und den auszahlbaren Betrag. In der Karte Auszahlung lässt sich die Zeileon hold wegen offenem Dispute aufklappen und zeigt die einzelnen Zahlungen. Ein Betrag mit dem Badge On hold wird freigegeben, sobald der Fall gewonnen wird. Deshalb kann die Monatssumme im Verlauf höher sein als die fällige Auszahlung. Ein Klick auf den grauen Anteil öffnet unten die betroffenen Zahlungen. Die Liste Zahlungen im Zeitraum hat dafür drei Ansichten:Abrechnung (alles, was auf der Abrechnung steht),Ratenausfälle (Aufträge mit geplatzter Folgerate und laufendem Mahnvorgang) und Disputet (Zahlungen von Aufträgen mit offenem oder verlorenem Dispute).
Auch der Closer sieht das unter Provisionen: Unter seiner Zahlungsliste steht der Block On hold wegen Disputemit den betroffenen Zahlungen. Wird der Fall zugunsten des Verkäufers entschieden, kommt die Provision automatisch zurück und wird mit der nächsten Auszahlung nachgezahlt, auch wenn die Zahlung aus einem früheren Monat stammt.
Die fällige Auszahlung umfasst immer alle offenen Monate, die Liste Zahlungen im Zeitraum dagegen nur den gewählten Zeitraum. Liegen fällige Zahlungen außerhalb davon, etwa weil ein Dispute gewonnen und die Provision eines älteren Monats freigegeben wurde, stehen sie unter der Liste im Block Ebenfalls fällig, außerhalb des Zeitraums. Beide Summen zusammen ergeben die Auszahlung. Freigegebene Zahlungen tragen den Vermerk Fall gewonnen ammit dem Datum, an dem der Fall entschieden wurde. Der Closer sieht denselben Block und denselben Vermerk unter Provisionen. Stornierte Zeilen nennen den Grund direkt im Badge, zum BeispielSetter gewechselt, Rückerstattung oderDispute verloren.
Einzelne Zahlungen vorab auszahlen
Du musst nicht bis zur nächsten Auszahlung warten: Im Team-Tab kannst du beim Closer in der Liste Zahlungen im Zeitraum einzelne fällige Zahlungen links ankreuzen. Oben erscheint eine Leiste mit Anzahl und Summe; über Manuell ausbezahlenverbuchst du genau diese Zahlungen als ausgezahlt. Sie fallen damit von der offenen Abrechnung, und der Closer bekommt die übliche Auszahlungs-Benachrichtigung. Wie bei Als bezahlt markierenwird nur der Datensatz gebucht, das Geld überweist du selbst. Typischer Fall: Ein Dispute wurde gewonnen und du willst die freigegebene Provision sofort rüberschicken.
Ankreuzbar sind nur Zahlungen aus abgeschlossenen Monaten, die nicht on hold sind. Im TabAuszahlungen steht so eine Buchung alsEinzelauszahlung und lässt sich dort wieder zurücknehmen. Du kannst nie mehr auszahlen als den offenen Netto-Saldo: offene Verrechnungen (zum Beispiel nach einer Rückerstattung) lassen sich so nicht umgehen.
Jede Einzelauszahlung bekommt automatisch eine eigene Abrechnung mit eigener Nummer, nur über die ausgezahlten Zahlungen; das PDF hängt im Tab Auszahlungen direkt an der Buchung. Gab es schon eine Stichtags-Abrechnung, die eine dieser Zahlungen enthielt, wird sie ersetzt, und die übrigen offenen Zahlungen stehen auf der nächsten regulären Abrechnung. So steht jede Zahlung auf genau einem Dokument. Wichtig bei Wise: Nutze für eine Einzelauszahlung nicht den Verwendungszweck PROV-… der regulären Auszahlung, sonst kann der Bankabgleich die Überweisung zusätzlich als reguläre Auszahlung verbuchen.
Dispute manuell melden
Nicht jeder Streitfall läuft über den Zahlungsanbieter. Auf jedem Auftrag kannst du als Owner unter Disputes & Rechtsfälle einen Dispute manuell melden, mit GrundAnwaltsschreiben, Stornoanfrage oderSonstiges und einer optionalen Notiz. Das ist zunächstreines Tracking: Es hat keine Auswirkung auf Zahlungen, Mahnwesen oder Provisionen. Nur wenn du beim Melden den SchalterProvisionen dieses Auftrags zurückziehen aktivierst, werden die Provisionen des Auftrags zurückgezogen. So siehst du im Team-Tab, welcher Closer die meisten Rechtsfälle oder Stornoanfragen verursacht. Gemeldete Fälle erscheinen für dich als Owner außerdem als Badge in der Auftragsliste und im Filter Dispute.
Auszahlung: manuell oder automatisch über Wise
Fällige Provisionen zahlst du auf zwei Wegen aus. Entweder überweist du den Betrag selbst und markierst die Auszahlung im Tab Teammanuell als bezahlt. Oder du lässt denWise-Bankabgleich die Arbeit machen:
- Referenz kopieren: CloserCart zeigt dir pro Closer eine feste Auszahlungs-Referenz im Format
PROV-XXXXXXXX. - Überweisen: Überweise per Wise mit genau dieser Referenz als Verwendungszweck und dem exakten fälligen Betrag.
- Fertig: Die Wise-Bank-Abstimmung erkennt den Transfer und markiert die Auszahlung von selbst als bezahlt, beim Closer und bei dir.
Die automatische Zuordnung greift nur, wenn der überwiesene Betrag exakt dem fälligen Betrag entspricht. Weicht er ab, etwa durch Gebühren oder eine Teilzahlung, markiere die Auszahlung einfach manuell als bezahlt.
Die Closer-Provisionen sind neu in CloserCart. Wir verproben die Zahlen aktuell noch laufend. Fällt dir eine Abweichung auf, melde sie uns bitte kurz über den Support-Chat oder an[email protected].