ClickBank verspricht dir Affiliates, weltweite Käufer und null Technik-Stress. Der Preis dafür sind Gebühren auf jeder Ebene und ein Modell, bei dem der Kunde nicht dir gehört. Hier liest du, was ClickBank wirklich kostet und welche Alternative besser zu dir passt.
Verkaufst du hochpreisig im DACH-Raum, dann wechsel auf deinen eigenen Checkout mit eigenen Zahlungskonten. ClickBank ist ein US-Reseller-Marktplatz für günstige digitale Produkte mit Affiliate-Fokus. Für Deals ab 4.000 Euro mit Vertrag und Raten ist das Modell schlicht nicht gebaut.
- ClickBank behält 7,5 % + 1 USD pro Verkauf, dazu Auszahlungs- und Inaktivitätsgebühren.
- Als Reseller kauft ClickBank dein Produkt und verkauft es weiter, der Käufer ist ClickBanks Kunde.
- Stark bleibt der Affiliate-Marktplatz mit automatischen Provisions-Splits.
- Für High-Ticket im DACH-Raum: eigener Checkout, eigene Konten, 0 % Umsatzbeteiligung.
Verkaufst du 27-Dollar-Ebooks an ein US-Publikum und lebst von Affiliates, kannst du hier aufhören zu lesen.
Für alle anderen lohnt der genaue Blick. Der Titel verspricht Alternativen, also klären wir zuerst die Frage dahinter. Marktplatz oder eigenes Konto?
ClickBank und dein eigener Checkout im Vergleich
| Kriterium | ClickBank | Eigener Checkout |
|---|---|---|
| Wann es passt | Günstige Produkte, Affiliate-Traffic, US-Markt | Eigene Marke, DACH, Angebote ab 4.000 Euro |
| Stärken | Affiliate-Marktplatz, automatische Splits, MwSt erledigt | 0 % Beteiligung, eigene Konten, Kundendaten bei dir |
| Grenzen | 7,5 % + 1 USD je Verkauf, USD, Auszahlung nach deren Regeln | Du richtest Stripe und Co. einmal selbst ein |
| Kosten/Modell | Reseller mit Umsatzbeteiligung | Feste Monatsgebühr, MwSt selbst |
Warum du überhaupt eine ClickBank Alternative suchst
Meistens beginnt es mit dem Kontoauszug. Du rechnest die Abzüge eines Quartals zusammen und die Zahl fühlt sich falsch an.
ClickBank behält 7,5 % plus 1 USD von jedem Verkauf. Dazu kommen 5 USD pro Auszahlung und je nach Fall noch Refund- und Chargeback-Gebühren. Bei einem 15.000-Dollar-Programm sind das über 1.100 Dollar Abzug, pro einzelnem Verkauf.
Der zweite Grund ist die Kontrolle. Auszahlung, Refunds und Rechnungsstellung laufen nach ClickBanks Regeln, nicht nach deinen. Das rächt sich spätestens dann, wenn ein Kunde direkt bei der Plattform refunded.
Du erfährst davon aus der Abrechnung. Kein Anruf, keine Chance auf ein klärendes Gespräch.
Und der dritte Grund ist der Markt. ClickBank ist eine US-Plattform, die in USD abrechnet. Deine deutschen Kunden kaufen bei einem amerikanischen Händler, nicht bei dir.
Was für ClickBank spricht
- Der Affiliate-Marktplatz bringt dir Partner, die dein Produkt aktiv bewerben.
- Provisions-Splits und Tracking laufen komplett automatisch, ohne eigene Technik.
- ClickBank erhebt und meldet als Retailer die EU-Umsatzsteuer selbst, du hast damit keine Arbeit.
Was dagegen spricht
- 7,5 % + 1 USD pro Verkauf plus Auszahlungs-, Refund- und Inaktivitätsgebühren.
- Der Käufer ist ClickBanks Kunde, inklusive Refund-Hoheit bei der Plattform.
- Kein Vertrags-Flow, keine Signatur, kein Einzug offener Raten, also nichts für High-Ticket.
Das Reseller-Modell: der Kunde gehört ClickBank
Das ist der Punkt, den fast jeder überliest. ClickBank ist kein Zahlungsdienstleister, der dir Geld durchreicht. Klingt nach Wortklauberei, ist aber der Kern des ganzen Modells.
Retailer of Record: Ein Anbieter wie ClickBank kauft dein Produkt im Verkaufsmoment ein und verkauft es weiter. Der Käufer schließt den Kaufvertrag damit mit der Plattform, nicht mit dir. Rechnung, Steuern und Rückerstattungen laufen deshalb über den Reseller, nicht über dein Konto.
Konkret heißt das: ClickBank kauft dein Produkt zu 92,5 % des Verkaufspreises minus 1 USD ein. Bei Subscription-Rebills unter 40 USD behält die Plattform sogar 9,9 %. Der Kunde in deiner Liste ist damit streng genommen gar nicht dein Kunde.
Für ein anonymes 27-Dollar-Produkt ist das egal. Für ein Angebot, bei dem du monatelang mit dem Kunden arbeitest, ist es absurd. Hier fliegt dir das Modell um die Ohren, wenn du irgendwann Kundenbeziehung, Upsells oder eigenes Mahnwesen brauchst.
Das Prinzip ist übrigens kein ClickBank-Spezifikum. Andere Marktplätze arbeiten nach derselben Mechanik. Wir haben den Ablauf einmal komplett aufgedröselt: so läuft ein Reseller-Checkout in der Praxis.
Die ClickBank Alternativen im Überblick
Ganz kurz, bevor wir tiefer einsteigen. Es gibt nicht die eine Alternative, es gibt vier Wege. Welcher passt, hängt von Ticket-Höhe, Markt und Vertriebsweg ab.
Vier Wege nach ClickBank
| Weg | Bekannte Anbieter | Kosten-Logik | Passt für |
|---|---|---|---|
| Reseller-Marktplatz DACH | Digistore24, CopeCart | Umsatzbeteiligung | Low-Ticket mit Affiliates |
| Self-Service-Cart | ThriveCart, SamCart | Lizenz plus Zahlungsgebühr | Englische Low-Ticket-Funnels |
| Eigenes Stripe-Konto pur | Stripe, PayPal | Gebühr je Transaktion | Tech-affine Solo-Anbieter |
| Eigener High-Ticket-Checkout | Eigene Konten, fertiger Checkout | Feste Monatsgebühr | Angebote ab 4.000 Euro |
Weg eins ist der naheliegende Schritt. Digistore24 und CopeCart sind die DACH-Pendants zu ClickBank. Sie rechnen in Euro ab und haben eine deutsche Oberfläche.
Am Modell ändert sich dabei nichts. Auch hier kauft die Plattform dein Produkt und verkauft es weiter. Wer wegen der Umsatzbeteiligung wechselt, findet sie hier wieder.
Weg zwei sind die Self-Service-Carts. ThriveCart und SamCart hängen sich an dein eigenes Stripe-Konto, du bleibst also Verkäufer. Stark bei Upsells und Order-Bumps.
Die MwSt bleibt dann allerdings deine Baustelle. Vertrag, Signatur und Mahnwesen gehören nicht zu ihrem Funktionsumfang. Das rächt sich, sobald dein Ticket vierstellig wird.
Weg drei ist der Rohbau. Ein eigenes Stripe-Konto gibt dir volle Kontrolle über Geld und Kunden. Checkout, Verträge und Raten-Logik baust du dafür selbst zusammen.
Das ist weniger Arbeit, als es klingt, aber es ist eben Arbeit. Wie so ein Setup konkret aussieht, zeigt unser Leitfaden zu Stripe für Coaches.
Weg vier kombiniert beides. Du nutzt eigene Konten bei Stripe, PayPal, Klarna, AffiliCon oder Ablefy. Obendrauf kommen fertiger Checkout, Vertrag, Signatur und Ratenpläne.
Bei CloserCart heißt die Ratenzahlung übrigens „Aufteilung“. Der Kunde sieht sie als sauber vereinbarten Zahlungsplan im Vertrag.
Alle Modelle nebeneinander findest du im großen Checkout-Plattformen-Vergleich.
Die Gebühren im Detail: mehr als die 7,5 Prozent
Okay, kurzer Einschub. Die Transaktionsgebühr kennt jeder, die Nebenkosten kennt kaum jemand. Genau die summieren sich aber.
Einmalig fallen 49,95 USD Aktivierung an, sobald dein erstes Produkt approved wird. Jedes Produkt durchläuft vorher ein Approval-Verfahren. Ohne Freigabe verkaufst du gar nichts.
Dann der laufende Teil. Jede einzelne Auszahlung kostet 5 USD Pay-Period-Processing-Fee. Refunds schlagen zusätzlich mit 0,50 bis 1 USD zu Buche.
Für dich als deutschen Anbieter kommt der teuerste Posten obendrauf. Eine Auszahlung per Wire kostet 45 USD, eine geplatzte Überweisung nochmal 20 USD. Bei wöchentlicher Auszahlung summiert sich das übers Jahr.
Chargebacks werden richtig teuer. Sie starten bei 22 USD, solange deine Chargeback-Rate unter 1 Prozent bleibt. Zwischen 1 und 1,49 Prozent sind es 29 USD plus ClickBanks Marge.
Über 1,5 Prozent kostet dich jeder einzelne Fall 49 USD plus Marge. Die Staffel bestraft also genau die Phase, in der es ohnehin gerade schlecht läuft. Nicht schön, aber so ist es.
Und der Teil, den fast niemand auf dem Schirm hat: Dormant-Gebühren. Liegt dein Guthaben 90 Tage ohne neue Earnings, zieht ClickBank 1 USD pro Pay Period ab.
Nach 180 Tagen sind es 5 USD, nach 365 Tagen 50 USD. Ein inaktives Konto schmilzt also langsam ab. Wer sein Business pausiert, zahlt fürs Nichtstun.
Der teure Denkfehler bei Plattform-Gebühren
Rechne nie nur mit dem Prozentsatz auf der Preisseite. Die echten Kosten sind Transaktionsgebühr plus Auszahlungsgebühren plus Refund- und Chargeback-Fees plus Währungsverlust bei USD-Abrechnung. Wer bei sechsstelligen Monatsumsätzen erst nach einem Jahr nachrechnet, hat schnell einen fünfstelligen Betrag verschenkt.
Auszahlung: dein Geld nach ClickBanks Regeln
Jetzt kommt der nervige Teil. Bei ClickBank entscheidest nicht du, wann Geld fließt, sondern die Accounting Policy.
Ausgezahlt wird erst ab einem Payment Threshold. Der Default liegt bei 100 USD und ist einstellbar zwischen 50 und 1.000.000 USD. Darunter bleibt dein Geld bei der Plattform liegen.
Die Auszahlung selbst läuft wöchentlich oder 14-tägig, per Direct Deposit, Wire oder Scheck. International geht Direct Deposit via XACH in Lokalwährung, je nach Land bleibt sonst nur Wire. Ein eigenes Stripe- oder PayPal-Konto, auf dem dein Umsatz sofort landet, gibt es in diesem Modell nicht.
Vergleich das mal mit einem eigenen Zahlungskonto. Dort siehst du jede Zahlung in Echtzeit und bestimmst den Auszahlungsrhythmus selbst. Genau dieser Unterschied entscheidet, wie planbar deine Liquidität ist.
Refunds: der Seller entscheidet nicht selbst
Da stolpern die meisten drüber. Die Return-Policy gibt ClickBank vor, nicht du.
Standard sind 60 Tage Rückgaberecht ab Kaufdatum. Kunden fordern ihre Erstattung direkt bei ClickBank an, ohne dich zu fragen. Du erfährst davon, wenn es passiert ist.
Über die Höhe entscheidet ebenfalls die Plattform. Hat der Kunde den Nutzen schon gezogen, darf ClickBank weniger als den vollen Kaufpreis erstatten. Bei einem 15.000-Euro-Programm läuft dieses Fenster zwei Monate lang mit.
Fairerweise: für den Käufer ist das ein Plus. Ein neutraler Händler, der Refunds unkompliziert abwickelt, senkt die Kaufhürde bei unbekannten Anbietern. Das ist ein echter Vorteil des Marktplatz-Modells.
Für dich als Anbieter mit Premium-Positionierung ist es das Gegenteil. Du hast Onboarding, Erwartungsmanagement und Einwandbehandlung, aber die letzte Entscheidung über die Rückabwicklung liegt bei einem Dritten. An der Stelle verkacken es viele, weil sie Refund-Quote und Kundenkommunikation nicht mehr selbst steuern können.
MwSt und Rechnung: bequem, aber nicht deins
Beim Steuer-Thema punktet ClickBank ehrlich. Als Retailer of Record erhebt die Plattform die EU-Umsatzsteuer auf digitale Produkte selbst und führt sie ab.
Du stellst dem Endkunden keine eigene Rechnung. Die Rechnungsstellung an den Käufer läuft komplett über ClickBank. Für einen Solo-Anbieter ohne Steuerberater klingt das erstmal gut, oder?
Der Haken sitzt eine Ebene tiefer. Deine deutschen Geschäftskunden bekommen ein Dokument von einem US-Händler statt einer Rechnung von dir. Bei einem 19-Euro-Produkt fragt da niemand nach, bei einer 15.000-Euro-Zusammenarbeit fragt die Buchhaltung des Kunden sehr wohl.
Dazu kommt die Sprache. Eine deutschsprachige Seller-Oberfläche als Kernprodukt gibt es nicht, abgerechnet wird in USD. Für ein DACH-Business ist die Plattform schlicht nicht gebaut worden.
Mythos
Über eine Reseller-Plattform spare ich mir die ganze MwSt-Arbeit, also ist sie automatisch die bessere Wahl.
Realität
Die Plattform nimmt dir die MwSt-Abfuhr ab, weil sie der Verkäufer ist. Genau deshalb gehören ihr auch Kundenbeziehung, Rechnungsstellung und Refund-Hoheit.
Du tauschst also Steuer-Komfort gegen Kontrolle über dein eigenes Geschäft. Mit OSS-Verfahren und einem ordentlichen Setup ist die MwSt auf eigenen Konten gut machbar.
Wofür ClickBank weiterhin richtig gut ist
Fair bleiben. Es gibt einen Bereich, in dem ClickBank den meisten Alternativen voraus ist: der Affiliate-Marktplatz.
Tausende Affiliates suchen dort aktiv nach Produkten, die sie bewerben können. Die Provisions-Splits übernimmt ClickBank automatisch, das Tracking auch. Du musst keinem Partner hinterherrechnen und keine Auszahlungen an Affiliates selbst abwickeln.
Das ist ein echtes Kernversprechen, und dafür bezahlst du mit dem Reseller-Modell. Wer ein englischsprachiges Low-Ticket-Produkt hat und Reichweite über fremde Listen aufbauen will, findet kaum ein bequemeres System.
Die ehrliche Frage ist nur: bist du dieser Anbieter? Wenn deine Deals über Erstgespräch, Angebot und Vertrag laufen, hilft dir der beste Affiliate-Marktplatz nichts.
Insider-Tipp
Ich trenne die Entscheidung immer in zwei Fragen. Erstens: woher kommt mein Traffic, aus fremden Affiliate-Listen oder aus eigenem Content und Setting? Zweitens: schließe ich anonym per Sofort-Checkout ab oder mit Gespräch und Vertrag?
Nur wer beide Fragen mit „Affiliates und anonym“ beantwortet, ist bei einem Marktplatz richtig. Alle anderen bauen auf eigenen Konten.
Der Moment, in dem mir das Modell auf die Füße fiel
Kurze Geschichte aus der Praxis. Vor ein paar Jahren habe ich einem Berater beim Umzug seines Angebots geholfen. Er verkaufte ein Programm für 15.000 Euro, sein Vertrieb machte in guten Monaten über 300.000 Euro Vertragssumme.
Gestartet war er Jahre vorher mit einem kleinen Videokurs über eine Reseller-Plattform. Das lief, also blieb alles beim Alten, auch als die Tickets zehnmal größer wurden. Niemand hatte je nachgerechnet.
Dann kam ein einziger Monat, der alles sichtbar machte. Ein Firmenkunde brauchte eine saubere Rechnung direkt vom Berater, bekam aber das Dokument des Plattform-Händlers. Die Buchhaltung des Kunden stellte die Zahlung zurück und wollte erst die Vertragslage verstehen.
Gleichzeitig refundete ein anderer Kunde direkt bei der Plattform, mitten in der Zusammenarbeit. Kein Anruf, keine Rückfrage, das Geld war einfach weg. Der Berater erfuhr es aus der Abrechnung.
Wir haben uns dann an einem Nachmittag die Jahreszahlen angesehen. Die Umsatzbeteiligung des Jahres lag im sechsstelligen Bereich.
Dafür stellst du ein komplettes Sales-Team ein. Nicht lustig.
Der Umzug auf eigene Konten mit eigenem Checkout dauerte danach keine zwei Wochen. Seitdem laufen Verträge, Rechnungen und Raten über ihn selbst. Die Plattform war nie das Problem, sie war nur für ein anderes Geschäft gebaut.
Unbequeme These: nicht die Gebühren sind das Problem
Jetzt widerspreche ich dem halben Internet. Die üblichen Vergleichsartikel rechnen Gebührensätze gegeneinander und küren den billigsten Anbieter. Das ist die falsche Metrik.
7,5 % tun weh, klar. Aber ob du 5 oder 9 Prozent zahlst, ändert dein Geschäftsmodell nicht. Die entscheidende Frage ist, wem der Kunde gehört und wer über dein Geld entscheidet.
Rechne stattdessen mit einer anderen Kennzahl: was kostet dich fehlende Kontrolle pro Jahr? Ein zurückgestellter Firmenkunde, ein Plattform-Refund mitten im Projekt, eine Auszahlung, die auf den Threshold wartet. Diese Posten stehen auf keiner Preisseite.
Deshalb mein Rat: wähle zuerst das Modell, dann den Anbieter. Erst wenn klar ist, ob Reseller oder eigenes Konto, lohnt der Blick auf einzelne Prozentsätze. Wie du den Wechsel sauber angehst, zeigt unser Leitfaden zum Zahlungsanbieter wechseln.
Der Kostenunterschied zwischen Beteiligung und fester Gebühr sieht über ein Jahr so aus:

Was High-Ticket wirklich braucht und ClickBank nicht kann
Wenn du das einmal gesehen hast, merkst du's. ClickBank ist auf den Sofort-Checkout digitaler Produkte ausgelegt. Kunde klickt, zahlt, bekommt Zugang, fertig.
Ein 20.000-Euro-Deal läuft anders. Da gibt es ein Gespräch, ein Angebot, einen Vertrag mit Signatur und oft eine Aufteilung über mehrere Monate. Platzt eine Rate, brauchst du ein Mahnwesen, das offene Beträge sauber einzieht.
Nichts davon bildet ClickBank ab. Kein Vertragsabschluss, keine Signatur, kein Einzug offener Raten im High-Ticket-Sinn. Das ist keine Schwäche der Plattform, es war nie ihr Zweck.
Genau da setzt der eigene Checkout an. Dein Closer steuert Preis und Zahlungsplan live im Gespräch. Der Kunde unterschreibt digital, direkt auf derselben Seite.
Das zahlt sich vor allem aus, wenn du ein Closer-Team hast. Jeder Closer baut seinen Preis selbst, ohne Zugriff auf dein Zahlungs-Backend. Ein Link pro Kunde, dahinter switcht der Closer live.
Die Zahlung läuft danach über deine eigenen Konten bei deinen angebundenen Zahlungsanbietern. Das Geld fließt direkt an dich, ohne Zwischenhändler.
Die Falle: Ich habe früher versucht, ein 12.000-Euro-Angebot über einen Sofort-Checkout zu verkaufen, wie ein Ebook. Ergebnis nach sechs Wochen: über 300 Klicks auf die Bezahlseite, fünf Abschlüsse, und drei davon wollten nachträglich andere Konditionen. Ohne Vertrag stand ich bei jeder Änderung wieder am Anfang.
Die Lösung: Ich habe den Abschluss vom Klick ins Gespräch verlegt. Erst Call, dann Angebot mit Vertrag und Signatur, dann Zahlung oder Aufteilung über den eigenen Checkout. Seitdem gibt es pro Deal genau einen Link, und was vereinbart wurde, steht unterschrieben im PDF.
Was ich in den ersten 7 Tagen tun würde
Du willst raus aus dem Marktplatz-Modell und weißt nicht, wo anfangen? So würde ich die erste Woche angehen.
- Zieh deine ClickBank-Abrechnungen der letzten 12 Monate und rechne alle Gebühren zusammen, inklusive Auszahlungs- und Refund-Fees.
- Entscheide das Modell: brauchst du den Affiliate-Marktplatz wirklich, oder kommt dein Umsatz aus eigenem Vertrieb?
- Prüf dein bestehendes Stripe-Konto oder eröffne eins, inklusive vollständiger Verifizierung.
- Setz deinen Checkout auf, verbinde deine Konten und leg deine Closer an.
- Kläre MwSt und Rechnungsstellung mit deinem Steuerberater, Stichwort OSS bei EU-Kunden.
- Teste den kompletten Ablauf selbst, vom Link über den Vertrag bis zur Zahlung.
- Stell neue Verkäufe auf den eigenen Checkout um und lass Alt-Bestände bei ClickBank sauber auslaufen.
Danach hast du die Grundlage stehen. Der Rest ist Feinschliff über die folgenden Wochen. Wie auch immer.
Checkliste vor dem Wechsel
- Gesamtkosten bei ClickBank für die letzten 12 Monate ausgerechnet
- Entscheidung Marktplatz oder eigenes Konto bewusst getroffen
- Eigenes Stripe-Konto verifiziert und auszahlungsbereit
- Checkout mit Vertrag, Signatur und Zahlungsplänen eingerichtet
- Closer angelegt und ihre Zugriffsrechte geprüft
- MwSt-Setup mit dem Steuerberater geklärt
- Kompletten Kaufprozess einmal selbst als Kunde durchlaufen
- Auslaufplan für bestehende ClickBank-Produkte festgelegt
Quellen
Häufige Fragen zu ClickBank Alternativen
Was kostet ClickBank wirklich pro Verkauf?
ClickBank behält 7,5 % plus 1 USD pro Verkauf, bei Subscription-Rebills unter 40 USD sogar 9,9 %. Dazu kommen 49,95 USD einmalige Aktivierung, 5 USD je Auszahlung sowie Refund-, Chargeback- und Dormant-Gebühren. Die echten Kosten liegen also über dem reinen Prozentsatz.
Ist ClickBank für den deutschen Markt geeignet?
Nur eingeschränkt. ClickBank ist eine US-Plattform, rechnet in USD ab und bietet keine deutschsprachige Seller-Oberfläche als Kernprodukt. Deine Kunden kaufen zudem beim US-Händler, nicht bei dir.
Für ein DACH-Business mit eigener Marke ist ein eigener Checkout meist die sauberere Lösung.
Wer stellt bei ClickBank die Rechnung an den Kunden?
ClickBank. Als Retailer of Record verkauft die Plattform dein Produkt im eigenen Namen. Sie erhebt die EU-Umsatzsteuer selbst und stellt dem Käufer die Rechnung.
Du stellst dem Endkunden also keine eigene Rechnung. Bei Geschäftskunden führt das regelmäßig zu Rückfragen aus deren Buchhaltung.
Kann ich mit ClickBank Ratenzahlung für High-Ticket anbieten?
Nicht im High-Ticket-Sinn. ClickBank ist auf den Sofort-Checkout digitaler Produkte ausgelegt, nicht auf Vertragsabschluss mit Signatur und Einzug offener Raten. Für Angebote ab 4.000 Euro mit vereinbartem Zahlungsplan brauchst du einen Checkout, der Vertrag und Aufteilung sauber abbildet.
Welche ClickBank Alternative passt für den deutschen Markt?
Das hängt am Ticket. Für Low-Ticket mit Affiliate-Traffic sind DACH-Marktplätze wie Digistore24 oder CopeCart die direkte Entsprechung. Sie rechnen in Euro ab und haben eine deutsche Oberfläche.
Ab 4.000 Euro pro Angebot passt ein eigener Checkout auf eigenen Konten besser. Vertrag, Signatur und Zahlungsplan gehören dort dazu.
Deine Zahlungsanbieter, dein Geld, dein Kunde
Mit CloserCart verkaufst du über deine eigenen Konten bei Stripe, Klarna, PayPal, AffiliCon und Ablefy. Vertrag, Signatur und Aufteilung sind eingebaut, bei 0 % Umsatzbeteiligung.
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