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ClickFunnels Alternativen: Checkout ohne Funnel-Baukasten

CloserCart Ratgeber-Thumbnail: ClickFunnels Alternativen: Checkout ohne Funnel-Baukasten

ClickFunnels baut dir hübsche Funnels, aber am Ende steht ein Checkout. Hier liest du, wo dieser Checkout im deutschen Markt an Grenzen stößt und welche Alternative High-Ticket sauber abwickelt. Ohne Bashing, mit den offiziellen Fakten. Plus den Überblick, welche Alternativen es überhaupt gibt.

Kurzantwort

Trenn den Funnel vom Checkout. ClickFunnels ist ein starker Page- und Funnel-Builder, aber der Checkout kennt weder SEPA noch EU-MwSt-Logik noch Verträge mit Signatur. Für Angebote ab 4.000 Euro im DACH-Raum nimmst du einen eigenen Checkout dahinter.

TL;DR
  • ClickFunnels kostet je nach Plan 97 bis 297 Dollar pro Monat, abgerechnet nur in USD.
  • Zahlungen laufen nur über Stripe oder das hauseigene Payments AI, PayPal nur darüber.
  • Keine native EU-MwSt-Logik, kein Mahnwesen für offene Rechnungen, keine Vertragsunterschrift.
  • Für DACH-High-Ticket: Funnel gern behalten, Checkout auf ein eigenes System legen.

Wenn du nur US-Kunden hast und unter 100 Dollar verkaufst, brauchst du hier nicht weiterlesen.

ClickFunnels-Checkout und eigener High-Ticket-Checkout im Vergleich

Kriterium ClickFunnels Eigener High-Ticket-Checkout
Wann es passt Funnels, Order Bumps, Upsells für Volumen Beratungs-Deals ab 4.000 Euro im Call
Stärken Kompletter Funnel-Baukasten, unlimitierte Funnels Vertrag, Signatur, Aufteilung, deutsche Abwicklung
Grenzen Nur Stripe oder Payments AI, keine EU-Steuerlogik Kein Page-Builder, du brauchst eine eigene Website
Kosten und Modell 97 bis 297 Dollar monatlich, nur USD Feste EUR-Gebühr, keine Umsatzbeteiligung
Empfehlung Verkaufst du Self-Service-Produkte mit Upsell-Ketten an ein englischsprachiges Publikum, gewinnt ClickFunnels. Schließt du High-Ticket im Call mit deutschen Kunden ab, gewinnt der eigene Checkout.

Warum ClickFunnels und High-Ticket-Checkout zwei Paar Schuhe sind

Mal ehrlich. Die meisten suchen keine ClickFunnels Alternative, weil der Page-Builder schlecht wäre. Sie suchen eine, weil der Kauf-Teil im DACH-Markt hakt.

ClickFunnels ist als Funnel-Baukasten gebaut. Landingpages, Order Bumps, One-Click-Upsells, E-Mail-Sequenzen. Der Checkout ist dabei ein klassischer Kauf-Checkout für Selbstkäufer.

High-Ticket funktioniert anders. Da gibt es einen Call, einen Preis von 15.000 oder 25.000 Euro und danach einen Vertrag. Wer diesen Abschluss durch einen Selbstkauf-Checkout schiebt, verliert genau an dieser Stelle Deals.

ClickFunnels: Eine US-Software zum Bauen von Verkaufs-Funnels mit Landingpages, E-Mail-Marketing und integriertem Checkout. Drei Monatspläne von 97 bis 297 Dollar plus den Jahres-Plan Dominate für 5.997 Dollar. Zahlungen laufen über Stripe oder das hauseigene Payments AI, abgerechnet wird ausschließlich in US-Dollar.

Deshalb vergleiche ich hier bewusst nur den Checkout-Teil. Der Funnel-Builder ist eine andere Kategorie, und da ist ClickFunnels stark.

Was der ClickFunnels-Checkout gut kann

  • Order Bumps, One-Click-Upsells und Payment Plans direkt im Funnel.
  • Keine Plattform-Transaktionsgebühr, du behältst den Umsatz abzüglich Processor-Gebühren.
  • Unlimitierte Funnels in allen Plänen plus 14 Tage kostenloser Trial.

Wo er für DACH-Anbieter klemmt

  • Nur Stripe oder Payments AI als Gateway, keine SEPA-Lastschrift in der Payment-Doku.
  • Keine native EU-MwSt-Logik und keine dokumentiert GoBD-konforme deutsche Rechnung.
  • Keine digitale Vertragsunterschrift und kein Mahnwesen für offene Rechnungen.

Was ClickFunnels wirklich kostet

Die offiziellen Zahlen sind schnell erzählt. Vier Pläne, alle in USD, ein EUR-Pricing gibt es nicht.

Launch kostet 97 Dollar pro Monat, Scale 197, Optimize 297. Jährlich sinkt das auf 81, 164 und 248 Dollar pro Monat. Darüber sitzt Dominate für 5.997 Dollar im Jahr, nur jährlich buchbar.

Dazu kommen 14 Tage kostenloser Trial und eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Klingt erstmal fair, oder? Der Haken sitzt in den Details.

Die Limits laufen über Kontakte und E-Mails. Launch endet bei 10.000 Kontakten und 50.000 Mails, Scale bei 75.000 und 300.000, Optimize bei 150.000 und 750.000. Wer drüber liegt, zahlt laut Sekundärquellen rund 0,675 Dollar pro 1.000 zusätzliche Mails.

Die Funnels selbst sind in jedem Plan unlimitiert. Begrenzt sind Kontakte, Mails und Team-Plätze. Launch gibt dir 2 Team-Member, Scale 5, Optimize 10.

Für ein Closer-Team wird aus dem Listenpreis eine Zugangsfrage. Vier Closer plus Inhaber passen nicht in Launch. Du landest bei Scale, allein wegen der Sitzplätze.

Sekundärquellen nennen noch einen dritten Kostenblock. Neben dem Mail-Überhang fallen Gebühren fürs Video-Hosting an. Aus dem klaren Listenpreis wird damit eine variable Rechnung.

Und noch ein Punkt aus mehreren übereinstimmenden Quellen. Wer statt Payments AI einen eigenen Stripe-Account nutzt, zahlt 1 Prozent Aufschlag pro Transaktion. Das rächt sich spätestens dann, wenn deine Deals fünfstellig sind und der Aufschlag pro Abschluss dreistellig wird.

Dazu kommt der Wechselkurs. Du zahlst in Dollar, deine Kunden zahlen dir in Euro. Die Differenz siehst du erst auf der Kartenabrechnung.

Ordne die Zahlen aber richtig ein. Bei zwei Abschlüssen à 20.000 Euro ist das Abo Kleingeld. Der Prozent-Aufschlag und der eine gekippte Deal sind die echten Posten.

Die ClickFunnels-Pläne im Überblick

Plan Preis monatlich Kontakte Team-Member
Launch 97 US-Dollar 10.000 2
Scale 197 US-Dollar 75.000 5
Optimize 297 US-Dollar 150.000 10
Dominate 5.997 US-Dollar jährlich 400.000 20

Zahlungsarten: was im Checkout ankommt und was fehlt

Jetzt kommt der nervige Teil. Als Gateways unterstützt ClickFunnels laut offizieller Doku nur Stripe und das hauseigene Payments AI. PayPal geht ausschließlich über Payments AI, nicht als Direkt-Integration.

Im Checkout landen damit Kredit- und Debitkarten, Apple Pay und eben PayPal über Payments AI. Google Pay steht in der Doku als noch nicht verfügbar.

Bei den Karten nennt die Doku Visa, MasterCard, Amex und Discover. Das deckt den klassischen Kartenkauf sauber ab. Mehr steht da aber nicht.

Was in der offiziellen Payment-Doku gar nicht auftaucht: SEPA-Lastschrift und Rechnungskauf über Klarna. Für den deutschen Markt ist das ein echtes Loch. Hier fliegt dir das um die Ohren, wenn ein Kunde seine 20.000 Euro lieber per Überweisung oder Lastschrift zahlen will.

Für den DACH-Vertrieb fehlen damit genau die Wege, nach denen im Call gefragt wird:

  • SEPA-Lastschrift für laufende Raten, in der Payment-Doku nicht gelistet.
  • Klarna und Rechnungskauf, ebenfalls nicht in der Payment-Doku.
  • Klassische Überweisung, nicht unter den unterstützten Zahlungsarten.
  • Google Pay, laut Doku noch nicht verfügbar.

Dazu kommt die Währung. Pro Workspace ist genau eine Währung möglich. EUR geht, aber Multi-Currency pro Account gibt es nicht.

Das merkst du erst beim Ausbau. Verkaufst du zusätzlich in Franken oder Dollar, mischst du das nicht im selben Workspace. Eine Multi-Currency-Logik pro Account ist schlicht nicht vorgesehen.

Wie du generell den passenden Anbieter findest, steht im Überblick zu den besten Zahlungsanbietern für Coaches und Berater.

Der teuerste Fehler bei US-Tools im DACH-Markt

Erst den Funnel bauen und dann merken, dass die Zahlungsart des Kunden fehlt. Wenn ein 25.000-Euro-Kunde im Call zusagt und dein Checkout keine Überweisung und keine Lastschrift kennt, improvisierst du per Mail und PDF. Genau in dieser Lücke kippen zugesagte Deals.

EU-MwSt und Rechnungen: die unsichtbare Baustelle

ClickFunnels kann Steuern einziehen, keine Frage. Die Tax-Collection über die taxable-Checkbox mit Payments AI ist laut Feature-Request-Forum aber auf US Sales Tax ausgelegt.

Für EU-MwSt und Reverse-Charge gibt es keine native automatische Steuerlogik. Die offenen Feature-Requests dazu liegen seit Langem im Forum. Das ist kein Vorwurf, ClickFunnels baut für den US-Markt.

Praktisch heißt das: die taxable-Checkbox ist ein Schalter, keine Steuerlogik. Sie entscheidet, ob überhaupt Steuer berechnet wird. Welcher Satz für welches Land gilt, klärt sie nicht.

Reverse-Charge ist genau der Fall, der bei High-Ticket ständig auftritt. Deine Käufer sind meistens selbst Unternehmer. Eine automatische Prüfung der USt-IdNr ist nirgends dokumentiert.

Bei Rechnungen dasselbe Bild. ClickFunnels kann Invoices erstellen, abandonen und neu ausstellen.

Der Unterschied ist feiner, als er klingt. Ein Invoice-Objekt in einer US-Software ist ein Zahlungsbeleg. Eine deutsche Rechnung ist ein steuerliches Dokument mit Pflichtangaben.

Eine GoBD-konforme deutsche Rechnung mit fortlaufender Nummer und MwSt-Ausweis ist nicht dokumentiert. Das wird dann teuer, wenn dein Steuerberater die Belege des letzten Quartals anfasst und nachbauen muss.

Mythos

ClickFunnels nimmt keine Gebühren, also ist es das günstigste Setup.

Realität

Die Pricing-Seite verspricht zwar keine Plattform-Transaktionsgebühr. Es fallen aber die Gebühren des Payment-Processors an, bei Stripe standardmäßig rund 2,9 Prozent plus 30 Cent. Mit eigenem Stripe-Account kommt laut mehreren Sekundärquellen 1 Prozent Aufschlag obendrauf, und die USD-Abrechnung schwankt mit dem Wechselkurs.

Mahnwesen: Dunning ja, Mahnung nein

Okay, kurzer Einschub, weil das viele verwechseln. ClickFunnels hat Subscription-Dunning über Payments AI. Das sind automatische Retry-Zyklen bei fehlgeschlagenen Abo-Zahlungen plus ein Exit-Dunning-Step im Workflow.

Das ist gut für Abos. Es ist aber kein Mahnwesen im deutschen Sinn. Zahlungserinnerungen, Mahnstufen für offene Rechnungen und ein Inkasso-Anschluss fehlen komplett.

Der Exit-Dunning-Step ist ein Workflow-Baustein. Er hängt am Ende der Retry-Kette. Was danach passiert, organisierst du selbst.

Bei High-Ticket mit Aufteilung ist genau das der Ernstfall. Platzt die dritte von zehn Raten, brauchst du einen sauberen Prozess mit Fristen und Eskalation. An der Stelle verkacken es viele, weil sie die geplatzte Rate wochenlang gar nicht bemerken.

Ich habe Monate gesehen, in denen bei einem Kunden ein sechsstelliges Ratenvolumen fällig war. Da reicht kein Karten-Retry. Da braucht es ein System, das offene Posten sieht und nachfasst.

Verträge und Signatur: der eigentliche Deal-Breaker

Für mich ist das der wichtigste Punkt der ganzen Liste. ClickFunnels hat keine native digitale Vertragsunterschrift im Checkout und keine Vertrags-PDF-Generierung.

Der Checkout ist ein Kauf-Checkout. Bump, Upsell, Payment Plan, fertig. Für ein 15.000-Euro-Mentoring willst du aber einen Vertrag mit Signatur, Zeitstempel und sauberem PDF.

Was der Checkout kann, ist übrigens ordentlich gebaut. Order Bumps, One-Click-Upsells, Subscriptions und Payment Plans. Nur zielt alles davon auf den Selbstkäufer.

Ein Call-Abschluss ist eine andere Sache. Der Kunde bestätigt einen Leistungsumfang, keine Warenkorb-Position. Das ist ein Vertrag, kein Kauf.

Ohne das stehst du im Streitfall mit einer Bestellbestätigung da. Nicht schön, aber passiert. Wie eine rechtlich belastbare Signatur im Abschluss aussieht, habe ich im Artikel zum Thema Vertrag digital unterschreiben lassen aufgeschrieben.

Insider-Tipp aus der Praxis

Ich lasse jeden Abschluss über 4.000 Euro im selben Moment signieren, in dem der Kunde im Call zusagt. Der Closer schickt einen Link, der Kunde tippt seinen Namen, fertig. Zwischen Zusage und Unterschrift liegen bei uns unter fünf Minuten, weil jede Stunde Abstand die Abschlussquote drückt.

Wie mich ein fehlender Vertrag einen Deal gekostet hat

Kurze Geschichte aus meiner Anfangszeit, bevor unser Setup stand. Ein Interessent sagte am Donnerstagabend im Call für ein Programm über 18.000 Euro zu. Mündlich, klar und ohne Zögern.

Mein damaliger Prozess: Kauf-Checkout für die Anzahlung, den Rest wollte ich per Mail regeln.

Er zahlte die Anzahlung nicht sofort, weil seine Karte das Limit nicht hergab. Also schickte ich Bankdaten per Mail hinterher und baute ein Vertrags-PDF in einem separaten Tool. Zwei Dokumente, zwei Links, ein Wochenende Pause.

Am Montag meldete sich sein Steuerberater mit Fragen. Am Dienstag wollte er die Ratenhöhe ändern. Jetzt hatte ich ein PDF mit falschen Zahlen, einen Checkout mit falschem Betrag und keinen einzigen verbindlichen Klick.

Am Freitag war er weg, Konkurrenzangebot, Bauchgefühl, was auch immer.

Der Deal starb nicht am Preis. Er starb an fünf Tagen Lücke zwischen Zusage und Unterschrift.

Seitdem gilt bei mir: Zusage, Signatur und erste Zahlung gehören in denselben Moment und in dasselbe System. Wenn dein Tool das nicht kann, ist es für High-Ticket das falsche Tool.

Unpopuläre Meinung: du brauchst gar keinen Funnel-Baukasten

Der übliche Rat lautet: Bau erst den perfekten Funnel, dann kommen die Kunden. Ich halte das für High-Ticket im DACH-Raum für falsch herum gedacht.

Deine Deals entstehen nicht auf einer Landingpage. Sie entstehen im Gespräch. Der Funnel füllt höchstens den Kalender, den Abschluss macht ein Mensch.

Deshalb ist die bessere Metrik nicht die Conversion-Rate deiner Seite. Es ist die Zeit zwischen Zusage im Call und geleisteter Unterschrift. Bei uns sind das Minuten, und genau das trägt Monate mit 300.000 bis 500.000 Euro Vertragssumme.

Da stolpern die meisten drüber. Sie feilen monatelang an der Seite und lassen den Abschluss unangetastet. Der Engpass liegt am Ende nie da, wo poliert wurde.

Wer nur eine schlanke Seite plus sauberen Abschluss braucht, fährt mit einer einfachen Website plus eigenem Checkout besser. Wie so eine Abschluss-Strecke aussieht, zeigt der Beitrag zum Thema Checkout-Seite erstellen.

Wann ClickFunnels trotzdem die richtige Wahl ist

Fair bleiben. Es gibt Fälle, in denen ClickFunnels schlicht gewinnt.

Verkaufst du digitale Produkte im Selbstkauf an ein internationales Publikum, ist das Paket stark. Unlimitierte Funnels, Bumps, Upsells, E-Mail-Marketing, alles aus einer Hand. Die USD-Abrechnung stört dann kaum, weil deine Kunden ohnehin in Dollar denken.

Ein Argument bleibt stark, egal wie du es drehst. Funnels sind in jedem Plan unlimitiert. Du baust so viele Strecken, wie du testen willst.

Auch für reine Lead-Generierung vor einem Sales-Team kann der Builder Sinn ergeben. Funnel oben, Termin unten, Abschluss woanders.

Nur eines solltest du nicht tun: einem deutschen 20.000-Euro-Kunden einen englisch dokumentierten US-Checkout ohne Vertrag vorsetzen.

Editor, Backend und offizielle Doku sind nur auf Englisch. Die Checkout-Texte kannst du zwar manuell übersetzen. Deutschen Support gibt es aber nicht.

Die Falle Ein Bekannter aus dem Consulting-Umfeld fuhr seinen kompletten Vertrieb über einen US-Funnel-Stack. Bei einem Abschluss über 24.000 Euro wollte der Kunde Lastschrift und eine deutsche Rechnung mit MwSt-Ausweis. Der Checkout konnte beides nicht, die Buchhaltung baute drei Wochen lang Belege nach.

Die Lösung Wir haben den Funnel gelassen, wo er war, und nur den Abschluss umgezogen. Eigener Checkout mit Vertrag, Signatur und Aufteilung, dahinter das eigene Stripe-Konto. Seitdem geht jeder Call-Abschluss über einen Link und die Rechnungsfrage ist vom Tisch.

Welche ClickFunnels Alternativen es wirklich gibt

Ganz kurz, bevor wir weitergehen. Die Alternativen zerfallen in vier Gruppen. Nur eine davon löst den Abschluss im Call.

Gruppe eins sind andere All-in-One-Funnel-Builder. Du tauschst den Baukasten und behältst das Problem. Dollar-Abrechnung und Selbstkauf-Checkout bleiben identisch.

Gruppe zwei sind reine Checkout- und Cart-Tools wie ThriveCart oder SamCart. Im Checkout sind sie stärker als jeder Funnel-Builder. Beide kommen aus den USA und rechnen in Dollar ab.

Gruppe drei sind Reseller-Plattformen. Die Plattform verkauft in eigenem Namen und führt die MwSt. selbst ab. Dafür geht ein Prozentsatz deines Umsatzes weg.

Gruppe vier ist der nackte Zahlungslink direkt bei Stripe. Der kostet keine Extra-Gebühr und steht in zehn Minuten. Vertrag, Signatur und Live-Steuerung im Call fehlen dort komplett.

Für Volumen-Geschäft mit Selbstkäufern reichen Gruppe eins und zwei locker. Für einen 20.000-Euro-Abschluss im Call reicht keine der vier. Der erste Kunde mit Lastschrift-Wunsch und Vertragsfrage bringt das zum Kippen.

Die Alternative für den Abschluss: ein Checkout statt hundert Funnels

So. Jetzt zur konkreten Alternative für den Checkout-Teil.

CloserCart ist kein Funnel-Builder und will auch keiner sein. Es ist der Abschluss-Checkout für High-Ticket im DACH-Raum.

Der Closer schickt einen einzigen Link und steuert Preis, Zahlungsart und Aufteilung live im Call. Der Kunde signiert digital und bekommt ein Vertrags-PDF. Ratenzahlung heißt bei uns übrigens Aufteilung und läuft eingebettet auf deiner Seite.

Preislich bleibt es in Euro und planbar. Starter kostet 49 Euro pro Monat, Pro 99 Euro als Einführungspreis. Ein Closer ist inklusive, jeder weitere kostet 49 Euro monatlich.

Gezahlt wird auf deine eigenen Anbieter-Konten, ohne Umsatzbeteiligung. Welche Anbieter du anbinden kannst, zeigt die Übersicht der Zahlungsanbieter in CloserCart.

Und falls du von einem anderen Tool kommst: der Umzug ist kleiner als gedacht. Die Schritte stehen in der Anleitung zum Zahlungsanbieter-Wechsel ohne Umsatzverlust.

Du willst vorher alle Modelle nebeneinander sehen? Dann lies den großen Checkout-Plattformen-Vergleich. Da stehen auch die Optionen, die hier nicht Thema waren.

Was ich in den ersten 7 Tagen tun würde

Genug Theorie. Wenn du den Wechsel angehst, würde ich es so staffeln. Ein Schritt pro Tag reicht völlig.

  1. Rechne deine letzten drei Monate durch: Transaktions-Aufschlag, Wechselkurs und verlorene Abschlüsse.
  2. Schreib auf, welche Zahlungsarten deine Kunden wirklich nutzen, inklusive Überweisung und Lastschrift.
  3. Leg deinen eigenen Checkout an und verbinde dein eigenes Stripe-Konto.
  4. Baue dein Kernprodukt mit Preispunkten und einer Aufteilungs-Option nach.
  5. Hinterlege Vertragstext, Widerruf und Signatur-Flow und prüfe das PDF.
  6. Mach eine Testzahlung über jeden Zahlungsweg, den du anbietest.
  7. Fahr den nächsten echten Call-Abschluss über den neuen Link und lass den Funnel unangetastet.

Danach entscheidest du in Ruhe, ob der Funnel-Teil von ClickFunnels bleibt. Viele lassen ihn laufen und ziehen nur den Abschluss um. Wie auch immer, Hauptsache der Abschluss sitzt.

Checkliste vor dem Umzug des Abschlusses

  • Eigenes Stripe-Konto verbunden und Testzahlung durchgelaufen.
  • Vertrag mit Signatur und PDF an einem Testfall geprüft.
  • Aufteilung mit realistischen Raten für dein Kernangebot angelegt.
  • MwSt-Modus pro Produkt gesetzt und mit dem Steuerberater abgeglichen.
  • Team-Zugänge für Closer eingerichtet, ohne Stripe-Backend-Zugriff.
Quellen
  1. ClickFunnels Pricing (offiziell)
  2. ClickFunnels Support: Getting Started, Setting Up Payments
  3. ClickFunnels Support: Managing Failed Payments with Subscription Dunning
  4. ClickFunnels Feature Requests (Payments/EU-VAT)
  5. Ruzuku: ClickFunnels Pricing
  6. Seldonframe: ClickFunnels Pricing (Hidden Costs)

Häufige Fragen zu ClickFunnels Alternativen

Ist ClickFunnels für den deutschen Markt geeignet?

Teilweise. Der Funnel-Builder funktioniert überall, die Checkout-Texte lassen sich manuell auf Deutsch umschreiben.

Backend, Doku und Support bleiben aber englisch, abgerechnet wird in USD, und EU-MwSt-Logik, SEPA und deutsche Rechnungsstellung fehlen. Für DACH-High-Ticket brauchst du deshalb ein eigenes Abwicklungs-System dahinter.

Was kostet ClickFunnels wirklich pro Monat?

Offiziell 97, 197 oder 297 Dollar monatlich, jährlich günstiger mit 81, 164 oder 248 Dollar pro Monat. Dazu kommen die Gebühren des Payment-Processors. Bei eigenem Stripe-Account nennen Drittquellen 1 Prozent Aufschlag pro Transaktion, dazu Zusatzkosten für E-Mails über dem Kontingent und fürs Video-Hosting.

Kann ich ClickFunnels behalten und nur den Checkout wechseln?

Ja, das ist sogar der übliche Weg. Der Funnel sammelt weiter Leads und Termine, der Abschluss läuft über einen separaten Checkout-Link mit Vertrag und Signatur. Du verlinkst am Ende des Funnels oder direkt im Call auf den Checkout und lässt den Rest unverändert.

Unterstützt ClickFunnels Ratenzahlung?

Es gibt Payment Plans und Subscriptions über Stripe oder Payments AI, inklusive Dunning-Retries bei geplatzten Abo-Zahlungen. Was fehlt, ist ein Mahnwesen mit Zahlungserinnerungen und Mahnstufen für offene Rechnungen sowie ein Inkasso-Anschluss. Für hohe Ratenvolumen ist das im Ernstfall zu wenig.

Gibt es eine ClickFunnels Alternative ohne Funnel-Baukasten?

Ja, genau da setzen reine Checkout-Systeme an. Du bringst deine eigene Website oder gar keine, das System übernimmt nur Abschluss, Vertrag, Zahlung und Aufteilung. Das passt für alle, die im Call verkaufen und keine Upsell-Ketten für Selbstkäufer brauchen.

Der Checkout hinter deinem Funnel: eigene Konten, Vertrag inklusive

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