Digistore24 wirbt mit "keine monatlichen Kosten". Klingt erstmal gut, oder? Bei einem 8.000-Euro-Angebot zahlst du trotzdem locker dreistellig pro Verkauf. Die Gebühr steckt nicht im Monatspreis, sondern in jeder einzelnen Transaktion. Hier siehst du, was Digistore24 wirklich kostet, wo die versteckten Posten liegen und ab wann sich das Modell gegen dich dreht.
Digistore24 kostet dich keine feste Monatsgebühr, sondern eine gestaffelte Gebühr pro Verkauf: 7,9 Prozent plus 1 Euro netto auf die ersten 400 Euro, auf den Anteil darüber nur noch 4,9 Prozent (bei Vorkasse sogar 2,9 Prozent). Das ist günstig bei kleinen Beträgen. Bei High-Ticket ab 4.000 Euro wird die Umsatzbeteiligung trotz Staffel schnell zur teuersten Position in deiner Kalkulation.
- Keine Grundgebühr, dafür 7,9 Prozent + 1 Euro netto bis 400 Euro, darüber nur 4,9 Prozent auf den Mehrbetrag (2,9 Prozent bei Vorkasse). Stand 2026, prüf die aktuelle Preisseite.
- Digistore24 ist Reseller, führt also als Verkäufer die MwSt ab und rechnet mit dir ab.
- Der Haken: Die Prozentgebühr skaliert mit deinem Auftragswert, nicht mit dem Aufwand.
- Für High-Ticket ist eine feste Gebühr über das eigene Konto meist deutlich günstiger.
Wenn du digitale Kleinprodukte für 27 Euro über einen riesigen Affiliate-Markt verkaufst, brauchst du hier nicht weiterlesen. Dafür ist Digistore24 gebaut.
Was kostet Digistore24 pro Verkauf?
Digistore24 verlangt keinen Cent im Monat. Die komplette Vergütung läuft über eine Gebühr pro Verkauf, und die ist gestaffelt. Auf die ersten 400 Euro deines Bruttopreises zahlst du 7,9 Prozent plus 1 Euro netto. Auf jeden Euro darüber greift automatisch der reduzierte Satz von 4,9 Prozent, bei Vorkasse sogar nur 2,9 Prozent.
Genau dieser 3-Prozent-Rabatt ab 400 Euro wird gern übersehen, obwohl er im High-Ticket-Bereich den größten Unterschied macht. Er kann je nach Zahlart und Vertrag abweichen, also schau vor deiner Kalkulation immer auf die Live-Preisseite.
Digistore24 Gebühren: Die Kosten, die Digistore24 als Reseller pro verkauftem Produkt einbehält. Statt einer Monatsmiete zahlst du einen prozentualen Anteil vom Verkaufspreis plus einen festen Kleinbetrag pro Transaktion. Der Prozentsatz ist gestaffelt: hoch auf den ersten 400 Euro, niedriger auf dem Rest. Die Höhe hängt vom Umsatz ab, nicht vom Aufwand hinter dem Verkauf.
Rechne es einmal auf echte Auftragswerte hoch, dann wird das Modell greifbar. Die Zahlen sind gerundet, nutzen den gestaffelten Satz und dienen der Orientierung.
Was ein Verkauf ungefähr kostet
| Auftragswert | Digistore24 ca. | Eigenes Konto ca. | Differenz |
|---|---|---|---|
| 2.000 Euro | 111 Euro | 40 Euro | 71 Euro |
| 4.000 Euro | 209 Euro | 70 Euro | 139 Euro |
| 8.000 Euro | 405 Euro | 130 Euro | 275 Euro |
Wo das Modell stark ist
- Null Fixkosten, du zahlst nur bei echtem Umsatz.
- Digistore24 übernimmt als Reseller die komplette MwSt und Rechnungsstellung.
- Eingebauter Affiliate-Markt bringt dir fremde Reichweite.
Wo es teuer wird
- Auch mit Staffel wächst die Prozentgebühr mit jedem Euro Auftragswert.
- Bei High-Ticket zahlst du dreistellig pro Verkauf, oft mehr als eine ganze Monatslizenz.
- Das Geld läuft erst über Digistore24, nicht direkt auf dein Konto.
Diese Gebühren übersiehst du leicht
Der gestaffelte Prozentsatz ist nur die Überschrift. Ein paar Posten tauchen erst auf, wenn du genau hinschaust. Da stolpern die meisten drüber.
Bei Ratenzahlung greift die Gebühr auf jede einzelne Rate, nicht nur einmal. Läuft der Checkout dagegen über dein eigenes Konto, teilst du eine Ratenzahlung auf, ohne dass bei jeder Rate ein Prozentschnitt abgeht. Fremdwährung, Rückerstattungen und Reserven können obendrauf kommen. Nicht schön, aber wichtig zu wissen.
Der teure Denkfehler
Viele kalkulieren mit "kostet ja nichts im Monat" und vergessen die Summe über das Jahr. Bei 25 High-Ticket-Verkäufen à 8.000 Euro reden wir schnell über einen fünfstelligen Betrag pro Jahr, der als Umsatzbeteiligung abfließt, trotz reduziertem Satz auf den Anteil über 400 Euro.
Mythos
"Digistore24 ist kostenlos, weil es keine Monatsgebühr gibt."
Realität
Kostenlos ist nur der Zugang. Bezahlt wird pro Verkauf, und zwar prozentual und gestaffelt. Genau deshalb ist es bei kleinen Beträgen fast geschenkt und bei High-Ticket teuer. Das Modell verschiebt die Kosten nur dorthin, wo du am meisten verdienst.
Warum die Umsatzbeteiligung bei High-Ticket weh tut
Der Aufwand für eine Zahlung ist bei 500 Euro und bei 8.000 Euro fast gleich. Die Prozentgebühr tut trotzdem so, als wäre der teure Verkauf komplizierter. Der reduzierte Satz ab 400 Euro dämpft das, kippt es aber nicht. Genau da liegt der Bruch.

Die Falle: Ein Berater verkaufte sein 6.000-Euro-Programm über einen Reseller. Pro Abschluss gingen rund 307 Euro an Gebühren weg. Bei 15 Sales im Monat war das mehr als seine Miete.
Die Lösung: Er zog den Checkout auf sein eigenes Stripe-Konto um. Feste Softwaregebühr statt Prozentschnitt. Die Gebühr pro Verkauf sank auf die reine Kartengebühr, der Rest blieb bei ihm.
Mein Praxis-Tipp
Ich rechne bei jeder Plattform nicht den Prozentsatz, sondern den Euro-Betrag pro echtem Verkauf. Du verkaufst am Telefon oder im Zoom-Call, nicht im Impuls-Checkout, also darf die Gebühr nicht dein bestes Closing bestrafen. Sobald die Gebühr eines einzigen Abschlusses eine komplette Monatslizenz übersteigt, ist das Reseller-Modell für deinen Preis zu teuer. Diese eine Zahl entscheidet mehr als jede Feature-Liste.
Der Verkauf, der mich das Umdenken gekostet hat
Ich hatte lange die Prozentgebühr einfach hingenommen. Sie stand ja im Kleingedruckten, also war sie normal. Dachte ich.
Dann kam ein Monat mit sechs Abschlüssen à 9.000 Euro. Starker Monat, gute Stimmung. Bis die Abrechnung kam. Rund 2.720 Euro waren als Umsatzbeteiligung weg, für sechs Zahlungen, die technisch identisch zu einem 200-Euro-Kurs liefen. Und das war schon der reduzierte Satz auf den Anteil über 400 Euro, ohne die Staffel wäre es noch mehr gewesen.
Das war der Moment, in dem es klick machte. Ich zahlte nicht für Aufwand, sondern für meinen Erfolg. Je besser mein Closing, desto größer der Schnitt. Bei einem Coach mit 90-Euro-Produkt wären das ein paar Euro gewesen. Bei mir war es ein gebrauchter Kleinwagen pro Jahr. Wenn du das einmal auf deiner eigenen Abrechnung siehst, denkst du anders über "kostet ja nichts im Monat". Ich habe den Checkout im selben Quartal umgestellt und die Zahl nie wieder gesehen.
Kostenlos ist nicht gleich günstig
Der Standardrat lautet: Nimm die Plattform ohne Fixkosten, dann trägst du kein Risiko. Für den Start stimmt das sogar. Aber ab einem gewissen Auftragswert ist genau dieser Rat teuer.
Die bessere Kennzahl ist nicht "Fixkosten ja oder nein", sondern deine Gebührenquote pro Jahr. Teil die gesamten Plattformkosten durch deinen Jahresumsatz. Bei Reseller-Modellen bleibt diese Quote auch mit Staffel spürbar hoch, egal wie groß du wirst. Bei einer festen Gebühr sinkt sie mit jedem zusätzlichen Verkauf. Andere Reseller wie in den CopeCart-Alternativen oder elopage-Alternativen rechnen nach demselben Prinzip ab. Wer viel und teuer verkauft, subventioniert das Modell am stärksten.
Was ich in den ersten 7 Tagen tun würde
Bevor du irgendetwas kündigst, brauchst du saubere Zahlen. Sonst entscheidest du aus dem Bauch. So gehe ich vor.
- Exportiere deine letzten 12 Monate Umsatz aus dem Digistore24-Backend.
- Zieh die gesamten Gebühren zusammen und teil sie durch den Umsatz.
- Rechne dieselben Verkäufe mit einer festen Softwaregebühr plus reiner Kartengebühr durch.
- Vergleich die zwei Jahressummen, nicht die Monatspreise.
- Prüf, ob deine Angebote über 4.000 Euro liegen, denn dort kippt die Rechnung trotz Staffel am deutlichsten.
- Wenn ja, teste einen eigenen Checkout parallel, bevor du wechselst.
- Erst wenn alles läuft, kannst du sauber Digistore24 kündigen.
Kurze Checkliste vor dem Wechsel
- Durchschnittlicher Auftragswert der letzten 12 Monate berechnet
- Gebührenquote pro Jahr in Euro und Prozent notiert
- Gegenrechnung mit fester Gebühr fertig
- MwSt und Rechnungsstellung ohne Reseller geklärt
- Auszahlung direkt aufs eigene Konto getestet
Häufige Fragen zu den Digistore24 Kosten
Hat Digistore24 eine monatliche Grundgebühr?
Nein. Der Zugang ist kostenlos und es gibt keine feste Monatsmiete. Bezahlt wird ausschließlich pro Verkauf über eine gestaffelte prozentuale Gebühr plus einen kleinen Fixbetrag. Genau deshalb wirkt es günstig, ist bei hohen Auftragswerten aber oft teurer als eine Software mit fester Gebühr.
Wie hoch ist die Digistore24 Gebühr pro Verkauf?
Der Satz ist gestaffelt: 7,9 Prozent plus 1 Euro netto auf die ersten 400 Euro, darüber nur noch 4,9 Prozent auf den Mehrbetrag (bei Vorkasse 2,9 Prozent). Stand 2026. Der genaue Wert kann je nach Zahlart und Vereinbarung abweichen. Prüf immer die aktuelle Preisseite, bevor du mit festen Zahlen kalkulierst.
Fällt die Gebühr bei Ratenzahlung mehrfach an?
Ja, üblicherweise wird jede einzelne Rate als eigene Transaktion behandelt. Die prozentuale Gebühr greift also auf jede Zahlung, nicht nur einmal auf den Gesamtbetrag. Bei langen Ratenplänen summiert sich das spürbar, also rechne das in deine Marge ein.
Ist Digistore24 für High-Ticket zu teuer?
Für viele Anbieter ab 4.000 Euro Angebotspreis lohnt sich der Vergleich. Der reduzierte Satz ab 400 Euro dämpft die Kosten, doch die Umsatzbeteiligung skaliert weiter mit dem Preis, während der Aufwand gleich bleibt. Eine feste Softwaregebühr über das eigene Konto ist bei hohen Beträgen meist deutlich günstiger. Rechne deine echte Gebührenquote durch.
Kann ich statt Umsatzbeteiligung eine feste Gebühr zahlen?
Ja, wenn der Checkout über dein eigenes Zahlungskonto läuft. Dann zahlst du eine feste Softwaregebühr plus die reine Kartengebühr, statt einen Prozentanteil an einen Reseller. Wie sich die Modelle im Detail unterscheiden, siehst du im Vergleich der Checkout-Plattformen.
Alle Gebühren und Prozentsätze sind Richtwerte auf Stand 2026 und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Maßgeblich ist immer die aktuelle Digistore24-Preisseite und dein individueller Vertrag. Bei steuerlichen Fragen zieh eine Steuerberatung hinzu.
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